GESADUR® WN - Konstruktionshinweise

Neukonstruktion von Laufrollen

Die Dimensionen der Laufrollen werden nach der Stribeck'schen Wälzpresskurve berechnet. Bitte beachten Sie unseren gesonderten Berechnungsprospekt. Bei der Herstellung der Laufrollen spielt es preislich keine Rolle, ob die Bohrung einen kleinen oder grossen Innen-Ø hat. Wir empfehlen daher eine kleine Bohrung mit einer Stahlbuchse von einer geringen Wandstärke.

Das spezifische Gewicht von GESADUR® WN beträgt 1,4 g/cm³, im Gegensatz zu ca. 7,8 g/cm³ von Stahl. Dadurch spart man Gewicht ein. Kosteneinsparung bringt auch noch der geringere Preis einer kleineren Stahlbuchse. Für die Stahlbuchse empfehlen wir normalisierten Stahl. Es wird auch Grauguss verwendet, dieser kann jedoch mit der Zeit schrumpfen, und dann ist kein Presssitz mehr gewährleistet.

Um die beste Rundlaufgenauigkeit zu erzielen, sollte man folgendermaßen vorgehen: Die Stahlbuchse wird mit einer Extralänge von 20 mm gefertigt ( siehe Diagramm 01 ). Nach Einpressen der Stahlbuchse und Verstiften mit den 3 Spannhülsen wird die Rolle an der Extralänge von außen auf der Drehbank eingespannt.

So können in einer Aufspannung Außen- und Innendurchmesser gedreht werden. Die Extralänge wird in einem separaten Arbeitsgang abgedreht, die Rundlaufgenauigkeit beträgt maximal 0,01 mm. Wir empfehlen, den Außendurchmesser (die Lauffläche) mit einem Naturdiamanten zu drehen, weil mit dem Naturdiamanten die beste Genauigkeit und Laufrollenoberfläche erreicht wird. Normale Hartmetallwerkzeuge könnten bei der Feinstbearbeitung abnutzen. Die Rolle wäre dann leicht konisch.